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Dezember 2018:

Fleißig spenden! - Für das Mattenbachtal -

Infos siehe Hauptspalte.

 

In eigener Sache:

Den Naturpark Rothaargebirge gibt es nicht mehr.  Durch Zusammenlegung der Naturparke Rothaargebirge, Homert und Ebbegebirge zum Naturpark Sauerland-Rothaargebirge war auch der Name unseres Vereins nicht mehr richtig. Wir haben deshalb "Naturpark" aus dem Vereinsnamen gestrichen. Unser Wirkungskreis war auch in der Vergangenheit nicht auf das Gebiet des Naturparks beschränkt, sondern auf das Kreisgebiet Siegen- Wittgenstein und das Rothaargebirge. Auf eine Ausweitung unseres Aktionsraumes auf alle Gebiete des neuen Naturparkes haben wir bewusst verzichtet. Unsere Stärke liegt im Wissen und Handeln unserer Mitglieder vor Ort. Beurteilungen in Natur- und  Landschaftsschutzangelegenheiten nur "nach Aktenlage" sind uns vollkommen fremd - und das soll auch so bleiben!

seit Monaten versucht eine kleine, aber einflussreiche und finanzkräftige Lobby ein höchst umstrittenes, künstlich geschaffenes Straßenbauprojekt (die sogenannte Route57) mit aller Gewalt in den vordringlichen Bedarf zu bringen. Dabei werden die Regeln in Bezug auf Nutzen-/Kosten-Berechnung, ökologische Bewertung und Flächenverbrauch auf den Kopf gestellt. Es darf doch nicht wahr sein, dass hartnäckiger Lobbyismus auch noch diese Regeln unterläuft. Schlimmer noch: Die Experten argumentieren an den wirklichen Problemen vorbei. Wir brauchen keine neuen Straßen, sondern tragfähige. Während bis 2010 z.B. die A45 noch mit über 200Tonnen befahren werden konnte, ist diese für Schwertransporte heute nicht mehr geeignet. Unsere Brücken verrotten. Hier gibt es unsere Stellungnahme zum Bericht aus der Siegener Zeitung. (oder als Stellungnahme als pdf) lesen.
Stellungnahme zum Bericht der SiZ vom 20. 8. 2016: „Zur Verlagerung gezwungen“  (Link zum Bericht)
Stammtischparolen
Da wurde also im Rahmen des Liberalen Stammtischs des FDP-Kreisverbands die akute Notlage der Firma EEW beklagt und mit Verlagerung von Arbeitsplätzen gedroht, wenn nicht bis 2030 mit dem Bau einer ominösen „Route 57“ begonnen würde. Nebenbei: Dieses Projekt existiert in keiner offiziellen Planung, sondern ist lediglich eine private und eingetragene Marketingidee eines Herrn Kocherscheidt. Fakt ist: Die EEW haben sich dank guter Geschäftsideen und fortschrittlicher Technik zu einem führenden Anbieter von Großrohren entwickelt, und zwar an ihrem Stammsitz in Erndtebrück. Nun werden die Rohre immer größer (z. B. für Windkraftanlagen) und sind damit sperriger zu transportieren. Aber es gibt ja Alternativen: Die EEW haben auch Standorte in Rostock und Vlissingen, vielleicht auch in Siegen, und sie haben einen Bahnanschluss in Erndtebrück.
Aber nun kommt eine umwerfende Forderung: Wir brauchen unbedingt eine bessere Straßenanbindung, sonst müssen wir 25 – 30 Arbeitsplätze verlagern. Man kann leicht nachrechnen: Lt. Kabinettsvorlage des neuen BVWP kosten alle Teilabschnitte von Kreuztal bis Frankenberg – und das ist vermutlich mit „Route 57“ gemeint, zusammen 596,6 Millionen € (!) für 43,5 km. Ein angemessener Betrag, um die Verlagerung von 30 Arbeitsplätzen zu vermeiden in einer Gegend, die eine Arbeitslosenquote deutlich unter 4% hat?
Wer wäre denn ernsthaft geschädigt, wenn 30 Arbeitsplätze vielleicht nach Rostock oder Vlissingen verlagert würden? Haben die Menschen dort weniger Recht auf Arbeit? Gemeinhin ist die FDP ja nicht dafür bekannt, dass sie staatliche Fördermittel für Betriebe fordert, die sich auch so in der Marktwirtschaft behaupten können.
Vorsorglich hat man dem Herrn Rasche schon mal erzählt, dass viele weitere Unternehmen in Wittgenstein ähnlichen Bedarf nach neuen Straßen haben. Viele? Das sind kaum eine Handvoll, die lautstark und mit Unterstützung der IHK und einiger Lokalpolitiker immer wieder neue Werbeaktionen veranstalten für ein Projekt, das allen Grundsätzen wirtschaftlicher Verkehrsplanung widerspricht. Es werden Lobbybesuche im Verkehrsministerium organisiert, Höherstufungen der Projekte gefordert (und sogar erreicht!), und im Ministerium findet man anscheinend sogar Möglichkeiten, das ursprünglich viel niedrigere, planungshemmende Nutzen-/Kosten-Verhältnis zu beschönigen. Vergessen ist das selbst gesetzte Ziel des BMVI: „Ausbau und Erhalt vor Neubau“! Niemand will etwas wissen von dem damit verbundenen Flächenverbrauch und der Zerstörung wertvoller Biotope und großräumiger bisher unzerschnittener Gebiete. Es bleibt aber eine Hoffnung: Selbst bei guter Haushaltslage wird wohl keine Chance bestehen, für fast 600 Mio. € jemals ein Projekt mit solch zerstörerischer Wirkung und so geringem Nutzen zu realisieren. Wir fordern seit Jahren, die topografisch vorgegebenen Schwierigkeiten durch zügigen Ausbau der vorhandenen Straßen zu entschärfen. Damit wäre bei vergleichsweise geringen Kosten der Wirtschaft mehr geholfen als durch Phantasien auf den St. Nimmerleins-Tag.